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Meine Geschichte
Meine Geschichte

Wir freuen uns, wenn Sie die Gelegenheit nutzen, um anderen Ihre Geschichte zu erzählen - und was Gott an Ihnen getan hat.



Sigi
18.12.2009 11:57:00
„Der 12. Mann war der Tod!“ So titelte eine Sportzeitung über mich im Sommer des Jahres 1992. Was 4 Jahre zuvor wie ein Märchen begann, endete in einen Albtraum.
Aber war es wirklich das Ende?

1988 erfüllte sich für mich ein Bubentraum. Grad 20 geworden unterschrieb ich einen Profivertrag bei einem Fussballclub der obersten Schweizer Liga. Ich war stolz und glücklich. Was nur die wenigsten erreichen: Ich hatte es geschafft! Sicher, der Anfang war nicht leicht. Man musste sich behaupten, durchsetzen, auffallen. Man war nicht der Einzige, der am Sonntag in der Startformation auflaufen wollte. Das Kader bestand aus 19 weiteren Anwärtern und direkten Konkurrenten für die 11 Besten.
Ich brauchte auch fast 2 Jahre für den Durchbruch. Doch all die „Mühe“ hatte sich schliesslich gelohnt. Nicht nur finanziell. Status und Bekanntheit, viele Privilegien, viele „Freunde“ und Freundinnen. Das Leben geniessen. Die Möglichkeiten nutzen die sich bieten. Nach noch Höherem streben. Nach Gott streben? Nein! Gott spielte für mich keine Rolle. Ja, ich hatte mal was von ihm gehört. Und ja, meine Mutter bekannte sich zu diesem Jesus. Sie lag mir ja auch dauernd in den Ohren mit diesem „Typen“. Jesus da und Jesus dort. Aber für mich war noch nicht Zeit! Jetzt noch nicht...

1992 begann sehr mühsam. Verletzungen plagten mich schon einige Zeit. Der Erfolg im Team liess zu Wünschen übrig. Und meine 2. „grosse“ Beziehung stand vor dem Abgrund. Diese Umstände belasteten mich sehr. Etwas Neues musste her. Ich entschloss mich für einen Clubwechsel. Die Westschweiz bot sich an. Weit weg von der Ex. Nochmals richtig Anlauf holen. Wieso nicht?
In der Person eines damaligen Nat. B-Trainers (heute ist er der Couch des VFB Stuttgart), hatte ich einen guten Berater und Freund. Er war es auch, der mir riet (ganz so nebenbei im Gespräch), mal einen Gesundheits-Checkup machen zu lassen. So ganz professionell und mit allem Drum und Dran. Das passte gut zu meinen Absichten eines Neuanfangs und eine Woche später sass ich schon im Arztbüro und unterhielt mich über die Ergebnisse.

„Alle Werte sind Tip Top. Körperlich wie leistungsmässig spitze.“ Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. „Einzig“, unterbrach der Arzt meine Gedanken. „Einzig die EKG-Herz-Kurven sehen einwenig komisch aus. Kommt aber bei Sportlern häufig vor.“
Er überwies mich zum Untersuch an den Herz-Spezialisten. Das sei so Routine und ich müsse nichts befürchten.

Der Kardiologe machte seine Arbeit. Ein halbe Stunde lang untersuchte er wortlos mein Herz mit seinem Ultraschall-Gerät. Als er damit fertig war, bat er mich in sein Büro.

„Sie sind also Fussballspieler von Beruf?“ „Ja“, war meine Antwort. „Also, so wie es aussieht empfehle ich ihnen unverzüglich mit dem Sport aufzuhören! Sie sind herzkrank und laufen somit Gefahr, einen sudden death (plötzlichen Herztod) zu erleiden!“ PAUSE

Hallo???!!! Was Herztod? Was aufhören? Was, was, was.... In mir drehte sich alles. Tausend Gedanken schossen durch meine Gehirnwindungen. Ich muss wohl träumen? Gleich wache ich auf. Der muss sich täuschen. Ich bin nicht der mit dem kranken Herzen, im Gegenteil! Ich bin der mit dem starken Herzen. Ich bin der mit der Ausdauer und der Kraft! Mein Körper war immer eines meiner Hauptargumente im Fussballsport.

Doch der Arzt täuschte sich nicht. Der Boden unter meinen Füssen wurde weggezogen. All meine Ziele und Träume. All die Wünsche und Vorstellungen für mein Leben... Sie hatten sich innerhalb von Sekunden in Luft aufgelöst. Nun sass ich da in meiner halbleeren Wohnung (die Ex-Freundin war ein paar Tage zuvor mit den meisten Möbel ausgezogen) und versank im Elend und in der Hoffnungslosigkeit. Ich weinte bitterlich.

Es war auch das erste Mal, wo mir Gedanken von: „Wieso ich? Was hat dieses Leben überhaupt für einen Sinn? Wo ist dieser Gott? Warum lässt er solches zu?“, kamen.

Es war meine Mutter, die diesen Gott dann konkreter mit ins Spiel brachte. Sie sagte mir am Telefon wortgetreu: „Sigi, nichts geschieht zufällig. Gott hat einen Plan in Deinem Leben! Es ist noch nicht vorbei.“

Ich hatte sowieso nichts mehr zu verlieren. Ich war sogar bereit, meine Mutter in einen sog. Gottesdienst zu begleiten. Unwohl hockte ich mich weit hinten in die Menge und blieb anonym. Der Mann neben mir sah ganz vernünftig aus und begrüsste mich freundlich. Dann liess er mich auch schon wieder in Ruhe. „Wenigstens ein Normaler“, dachte ich.
Der Gottesdienst begann mit dem Lobpreis. Eine Musikband stimmte fromme Lieder an und (oh schreck) alle rissen sich aus ihren Stühlen und fuchtelten mit ihren Armen, tanzten und sangen aus voller Kehle. Der „vernünftige Mann“ an meiner Seite trieb es zu meinem Entsetzen noch viel doller als aller Anderen! Wo war ich hingeraten?

Als ich mich nach etwa einer Minute beruhigt hatte, vernahm ich erst so richtig den Text und die Melodie der Lieder. Sie gingen mir durch Mark und Bein! Ich weiss nicht wie mir geschah, aber die Tränen liefen nur so über mein Gesicht. Es störte niemanden und ich spürte wie sich im gleichen Augenblick etwas in meinem Herzen veränderte. Es wurde weich und ganz warm. Es war dieser eine Gottesdienst. Diese eine Begegnung mit dem lebendigen Gott der dann eine Lawine ins Rollen brachte:

Ich weiss nicht mehr wie viele Stunden ich für mich alleine, zu Hause in dieser leeren Wohnung sass und mir diese Lobpreis-Kassetten anhörte. Immer wieder und wieder...
Aber ich war nicht alleine. Jesus Christus, Gottes Sohn sass an meiner Seite. Ohne Worte. Einfach nur bei mir. Er verbrachte seine wertvolle Zeit mit mir. Ich betete nicht: „Warum, weshalb und gib mir jetzt dies und das...“. Ich war einfach nur mit ihm zusammen. Seine Gegenwart genügte vollauf. Es war diese Annahme für das Schwache, Kranke. Für das Verletzte, Traurige. Eine reelle Liebe, die allen Verstand weit übersteigt. Einfach in diesem Augenblicken für mich persönlich.

Eine neue Geschichte, meine neue Geschichte hatte begonnen. Innerhalb von 3 Wochen bekam mein Leben eine ewige Perspektive! Der tiefe Schmerz über die Verluste von Fussball, Freundin, und, und, und waren verschwunden. Einfach nicht mehr da! Tief in meinem Inneren geheilt. Es geschahen dann Dinge, die zu erwähnen, ganze Bücher füllen würden. Aber eines, das wichtigste war. „Der 12. Mann war NICHT der Tod. Der 12. Mann war das Leben! Mein Jesus Christus!“
Adrian
14.11.2009 22:07:00
Eigentlich war alles ganz harmonisch bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Krise meiner Eltern begann. Als mein Vater das erste Mal auszog war ich so ca 13. Er kam zurück nach Hause, weil er eine Diagnose hatte, die damals ein 90%iges Todesurteil bedeutete. Zwei Jahre später, als er doch wieder gesund wurde, ging er wieder. Ich trug mein verwundetes Herz zu einer Freundin, die mich jedoch auch verliess. Ohne es zu merken, baute ich eine grosse Mauer um mein Herz. Sobald jemand zu nehe kam, ging ich auf Distanz. Derweil suchte ich das Leben und Abenteuer bei Alkohol, bei Frauen, später bei Drogen und fand keinen Sinn. Auf dem Höhe- (oder besser Tief)punkt fand ich zum Sinn und nach Hause im Glauben. Doch nach einigen Jahren merkte ich: da ist noch mehr - die Bibel spricht von mehr, von Heilung und Befreiung. Erst an einem Seelsorgeseminar wurde mir bewusst, worauf mein ganzes Streben aufgebaut war und dass die treibende Kraft dieser Schmerz war, der seit der Trennung meiner Eltern und dem drohenden Tod meines Vaters in mir war. Ich konnte meinem Vater vergeben und erlebte, wie Gott etwas tief in mir heilte, was dazu führte, dass ich mein Leben aus neuer Freiheit führen konnte und auch meinem Vater neu begegnen konnte. Das war es also, was Jesus meinte als er sagte "Ich bin gekommen, das Leben zu bringen - damit es überlaufe" (Johannes 10,10).
Das führte nicht nur zur Versöhnung mit meinem Vater, sondern auch dazu, dass ich mir mehr und mehr bewusst wurde, wie wichtig ein Vater für seine Kinder ist, was mir wesentliche Impulse gegeben hat in meiner Beziehung zu meinen Söhnen.
"Der ungezähmte Mann" von John Eldredge hat noch einmal ganz tief zu mir gesprochen; über das Mann sein, aber auch über den christlichen Glauben jenseits der religiösen Strukturen und Formen, über das Leben in Fülle und das Abenteuer, mit Gott unterwegs zu sein.
Mario
08.09.2009 22:42:44
Nachdem ich 8 Jahre ein Gemeinde geleitet habe, die echt lebendig war und große auswirkungen auf die Stadt hatte, wurde diese leider wegen einer bekannten deutschen Gemeindespaltungsbewegung gespalten. Nachdem Burout, der bei mir folgte, veränderte sich mein geistliches Leben dahingehend, dass ich das Gefühl hatte, ich trage zwar noch Jesu Ring und auf dem Papier sind wir noch verheiratet, aber es kam mir vor, als sei er bei mir ausgezogen und wenn ich anrufe meldet sich nur sein AB. Dazu kam noch ein heftiges Erlebnis, bei dem er mir noch mehr das Gefühl gab, dass er mich verlassen hat Auch wenn mir mein Verstand klar sagte, dass er mich nie verlassen würde, habe ich es doch so empfunden. Die Entscheidung, zum Camp zu gehen war reine Gehorsamkeit, da ich den Eindruck hatte, dass ich Zeit und Geld (woran es momentan bei beidem mangeklt) dafür investieren soll. Ich bin ohne jegliche Erwartung gekommen und war mir sicher, genauso zu gehen, wie ich gekommen bin.
Aber die erste Session hatte noch nicht begonnen, da fing Gott schon an wieder zu mir zu reden. Er wusch mich frei von aller Schuld, die ich in der Zeit ohne Gemeinschaft mit ihm auf mich lud, er machte mich wieder sensibel für sein Reden, als wären nicht fast drei Jahre Taubheit gewesen, er holte mein Herz wieder aus den Tiefen hervor, in die es sich zurückgezoegn hatte und er erneuerte es. Er gab mir neue Kraft, neue Freude und neuen Mut und er ist noch immer dabei, dies weiter zu tun, mein Schwert zu schleifen und mein Schild zu stärken. Es war keine einzige Session dabei, wo mir nicht spätestens beim dritten Satz (was auch immer gesagt wurde ;-) die Tränen in den Augen standen und wo ich nicht extrem berührt wurde.
Gott unser Vater war persönlich in Begleitung seiner stärksten Streitmacht auf dem Camp anwesend.
Anfechtungen gab es seitdem nicht zu knapp. Aber ER ist wieder mit mir und geht mit mir durch alle Anfechtung durch und lässt nicht zu, dass ich nochmal liegen bleibe. Ich falle immer weniger und wenn ich falle, dann kann ich recht schnell wieder aufstehen und weitergehen. Das wirkt sich schon seit dem ersten tag auf meine Frau so aus, dass sie sich ebenfalls ganz stark positiv verändert. Und ganz nebenbei at er uns nun eine neue Gemeinde geschenkt.
Ich habe die Vision für eine Männergruppe (die Gefährten), die Jesus demnächst mit mir gründen will.
Gott ist so genial und er hat an mir ao stark gewirkt auf dem Camp.
Es war mir eine Ehre, an Eurer Seite durch die Herausforderungen des Camps zu gehen.
Gruß und Segen an alle Männer Gottes
Mario
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