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  • Michael

Einladungsresistent?


Wenn es darum geht etwas anzupacken, was mir schwerfällt, war ich lange Weltmeister der Ausreden. Für alle möglichen Dinge hatte ich einen Vorwand, um es nicht zu machen. Die Ausreden waren nicht mal immer gesucht, sondern meist wirklich gut – und so war es auch als ich erstmals zum MännerCamp eingeladen wurde. Als 2009 das erste Männercamp stattfand, wurde ich von Andreas dazu eingeladen. Obwohl er seit Jahrzehnten mein bester Freund ist, hat diese Einladung bei mir mehr Abwehr ausgelöst als Begeisterung und so war ich froh, mit dem nahenden Geburtstermin meines zweiten Kindes und dem 60. Geburtstag meines Schwiegervaters eine passende Ausrede zu haben. 2010 war es die Taufe meines Patenkindes. 2011,2012,2013 musste ich schon kreativer werden «ich war bereits über Ostern weg von der Familie, da kann ich Auffahrt nicht auch noch nehmen» und ähnliche Ausflüchte folgten. Dann kam etwas womit ich nie gerechnet hätte. Andreas lud mich, obwohl ich keine Camp-Erfahrung hatte zu einem Treffen des Gebetsteams ein. Als ich dort ganz allein mit schlotternden Knien läutete war ich überwältigt vom herzlichen Empfang der Leute und deren Offenheit. Diese Treffen bereiteten mein Herz vor und das bahnte bei mir den Weg, schliesslich doch zum Camp zu kommen. Und wie viel ist da passiert an meinem Herzen! Meine Unsicherheit und Angst vor solchen Veranstaltungen ist mehr und mehr einer gespannten Erwartung gewichen, mehr von der Nähe des himmlischen Vaters zu spüren und mehr Heilung an meinem Herzen zu erfahren. Dankbar sehe ich auf die Zeit zurück, als Andreas nicht losgelassen hat und mich immer wieder eingeladen hat. Geduldig meine "oberflächlichen" Ausreden ertragen hat und dennoch nicht losgelassen hat. Wann immer ich heute wieder zurückfalle und irgendwo ausreden parat habe, muss ich zurückdenken, als ich an der Tür geläutet habe beim ersten Gebetsteamtreff und ich muss daran denken, was dort begonnen hat. Zum anderen bin ich sensibler geworden, wenn von anderen Ausreden kommen. Ich bleibe bei Ihnen dran und lade diese immer wieder ins Camp ein. Einige sind gekommen, bei anderen braucht es etwas mehr Zeit und Hartnäckigkeit, wie damals bei mir. Wie sieht es bei dir aus? Was war es bei Dir, was Dir den Mut gab, Dich anzumelden? Und gibt es Männer in Deinem Umfeld die auch mehrere Anläufe brauchen um sich mit Ihrem Herzen auseinandersetzten? Dann gib denen immer wieder eine Chance und lade sie ein. Vielleicht ist gerade dieses Dranbleiben das, was sie schliesslich kommen lässt und das Potential hat, ihr Leben zu verändern.


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